Aesthetik auf realistischer Grundlage: Erster Band by J. H. v. Kirchmann (auth.)

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication records mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

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Carrier e hält nur äusserlich an den Kategorien Hegel's fest, aber trägt kein Bedenken, nebenbei die Beobachtung des Seienden in ausgedehntem :Maasse zu benutzen. { ö s t I in hat als Gehülfe Vischer's sich in das System Hegel's zu fügen versucht; aber es ist ihm zu eng geworden und er ist offen zu dem Prinzip der Erfahrung übergegangen. 16. Bei solcher Lage der Wissenschaften ist es kein Sprung, sondern nur eine Fortbildung des treibenden Gedankens, wenn in diesem Werke die Prinzipien des Idealismus und der Identitätsphilosophie offen und vollständig verlassen werden und zu einem geläuterten Realismus zurückgekehrt wird.

1. Das Gebiet des Schönen ist so gross, sein Inhalt so man- nichfaltig, dass die vollständige Kenntniss desselben nach Innen und nach Aussen von keinem Menschen erreicht werden kann. Dies würde eine Wissenschaft desselben , die auf die Erkenntniss des Einzelnen sich stützt, und dieses zur Grundlage ihrer Forschung nimmt, unmöglich machen, wenn nicht durch zahlreiche und mühsame Arbeiten der Vorgänger das Gebiet bereits nach allen Richtungen durchforscht und das Einzelne nach Gattungen und Arten geordnet worden wäre.

Damit kommt das Schöne in eine weit engere Beziehung zu den Gefühlen des Menschen , als das Natürliche, was ohne sein Zuthun da ist. Indem das Schöne damit seinen Ursprung und sein Ziel in den Gefühlen hat, scheint das Wissen und Denken unfähig, diese Gefühle zu erwecken oder zu erkennen; ja das Denken gilt als der Feind der Gefühle, welche durch seinen Herantritt vielmehr zerstört werden. « Es ist hier völlig verkannt, dass der Begriff oder das Wissen das Gefühl zu seinem Gegenstande nehmen kann, und dass das Seiende überhaupt durch seinen Uebergang in das Wissen nie zerstört, sondern nur erkannt wird.

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